Anschrift
Liboriusschule
LWL-Förderschule
Steubenstraße 20
33100 Paderborn
Tel.: 05251 50016200
Fax: 05251 50016-13
Schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler erhalten besondere pädagogische und therapeutische Förderung, damit sie einen intensiveren und vielfältigeren Zugang zu sich sowie zu ihrer personalen und dinglichen Umwelt entwickeln können. Dies wird ermöglicht durch:
Die Förderung erfolgt überwiegend im heterogenen Klassenverband, was zum einen den Vorteil der Kommunikation mit anderen Schülerinnen und Schülern bietet. Zum anderen erleben sie im gemeinsamen Miteinander Sinnzusammenhänge, die es ihnen erleichtern, sich im Alltag zu orientieren. Neben der Förderung im Klassenverband oder der Differenzierungsgruppe erfolgen auch Einzelfördermaßnahmen in der schuleigenen Therapieabteilung.
In den einzelnen Klassen sind sowohl Rückzugsmöglichkeiten als auch Aktivitätsmöglichkeiten für schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler vorhanden (Teppichböden, Matratzen, Knautschsäcke, Musikinstrumente, Tastbretter, Spielzeuge etc.).
Neben den Klassenräumen findet die Förderung in den Förderpflegeräumen, in der Turnhalle, im Bewegungsbad, im MB-Raum, im Snoezelenraum sowie in den Räumen der Therapieabteilung statt.
Im Rahmen der Abschlussstufenprojekte sollen sich die schwerstbehinderten Schülerinnen und Schüler insbesondere an verschiedene räumliche Situationen und unbekannte Bezugspersonen gewöhnen. Die Vorbereitung auf den nachschulischen Alltag bildet auch für diese Schülergruppe einen elementaren Bestandteil der Förderung.
"Als schwerstbehindert gelten Schüler und Schülerinnen, deren geistige Behinderung, Körperbehinderung oder Erziehungsschwierigkeit erheblich über die üblichen Erscheinungsformen hinausgeht oder bei denen zwei oder mehr der Behinderungen Blindheit, Gehörlosigkeit, anhaltend hochgradige Erziehungsschwierigkeit, geistige Behinderung und hochgradige Körperbehinderung vorliegen." (AO-SF § 15)
Schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler haben zur personalen und dinglichen Umwelt einen basalen Zugang und bedürfen besonderer pädagogischer und therapeutischer Förderung, die gekennzeichnet ist durch:
Voraussetzung für die individuell angemessene Förderung ist eine umfangreiche Eingangsdiagnostik (E-Klasse) und eine begleitende Diagnostik. Aus einer Vielzahl von Konzepten zur Förderung schwerstbehinderter Schülerinnen und Schüler wird das individuell Relevante herausgesucht und angeboten. Dies geschieht überwiegend in Alltagssituationen im heterogenen Klassenverband, was zum einen den Vorteil der Kommunikation mit nichtschwerstbehinderten Schülerinnen und Schülern bietet, die Vorbildfunktion ausüben, und zum anderen Sinnzusammenhänge aufzeigt, die es ermöglichen, sich allmählich im Alltag zu orientieren.
Didaktisches Grundprinzip ist die Förderung von Eigenaktivität und Selbstständigkeit. Diese werden in allen Bereichen gefördert. Beispielhafte Inhalte sind:
Gleichzeitig sind sowohl Rückzugsmöglichkeiten als auch Aktivitätsmöglichkeiten für schwerstbehinderte Schülerinnenund Schüler in den Klassen gegeben, die ihren speziellen Bedürfnissen gerecht werden (Teppichböden, Matratzen, Knautschsäcke, Hängematten, Musikinstrumente, Tastbretter, Spielzeuge etc.).
Einzelfördermaßnahmen finden u.a. in der Förderpflege, im Sportunterricht, am MB-Sporttag, im Bewegungsbad oder im Snoezelenraum statt, des Weiteren im Bereich der Therapie. Der Mehrfachbehindertensport nimmt einen festen Platz im Schulalltag ein. An einem festgelegten Vormittag in der Woche steht die Turnhalle speziell den schwerstmehrfachbehinderten Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. In diesem Rahmen werden besondere Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote wie z.B. die Riesenschaukel, Material- und Entspannungshöhlen, das Air-Tramp, Riesenrollbretter, Wabbelmatten etc. genutzt.
Für die schwerstmehrfachbehinderten Schülerinnen und Schüler werden individuellere Stundenpläne in den Klassen erstellt. Hier werden Inhalte der Förderung und die dafür verantwortliche Lehrkraft festgehalten. Die Bildung klassenübergreifender Gruppen zur Förderung schwerstmehrfachbehinderter Schülerinnen und Schüler wird in jedem Schuljahr neu überdacht und ggf. umgesetzt (analog zu den Lerngruppen in Mathematik und Deutsch).
In jeder Klasse existiert eine Informationsmappe, in der wichtige Hinweise zur Pflege und Nahrungsaufnahme enthalten sind, sowie die Gabe von Notfallmedikamenten, beschrieben ist .
An der Liboriusschule gibt es eine Fachkonferenz "Förderung schwerstmehrfach behinderter Schülerinnen und Schüler". An dieser Konferenz nimmt jeweils ein Teammitglied der Klasse teil. Weiterhin steht die Fachkonferenz allen Interessierten offen.
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